Dringend erforderliche Regelungen für den vorsorgenden Gewässerschutz beim Fracking beschlossen

DVGW begrüßt Verabschiedung des Fracking-Gesetzes

Der Deutsche Bundestag hat den Einsatz der Fracking-Technologie durch Änderungen des Berg-, Wasser- und Umweltrechts auf eine gesetzliche Grundlage gestellt. Der DVGW begrüßt die Mehrzahl der getroffenen Regelungen zum Schutz der Trinkwasserressourcen. Dies ist ein großer Fortschritt gegenüber der bislang bestehenden Rechtslage.

„Wir begrüßen vor allem, dass Fracking in allen Einzugsgebieten von Wassergewinnungsanlagen für die öffentliche Wasserversorgung untersagt wird. Auch das Unterfahren von Einzugsgebieten durch abgelenkte Bohrungen wird untersagt“, sagte der DVGW-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Gerald Linke. Der DVGW hatte sich frühzeitig dafür eingesetzt, den Ausschluss des Fracking auch auf Trinkwasserressourcen auszudehnen, die nicht durch Wasserschutzgebiete geschützt sind.

Neu in die Regelungen aufgenommen ist der Verzicht auf die ursprünglich von der Bundesregierung vorgesehene Beschränkung des Fracking-Einsatzes auf den tiefen Untergrund unterhalb von 3.000 Metern. Das Fracking-Verbot gilt nun unabhängig von den Tiefen, in denen es eingesetzt werden soll. Auch dies sei aus Sicht des vorsorgenden Gewässerschutzes zu begrüßen, zumindest solange die Kenntnisse über Verbleib und Migration von Frack-Flüssigkeiten und Lagerstättenwässern lückenhaft seien, so Linke weiter.

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